Gottesdienste

20.05.12 10:00 Uhr: Gottesdienst mit Daniel Kaiser

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20.05.12 10:00 Uhr: Abendmahlsgottesdienst (Wein) mit Pastorin Engel-Runge

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Veranstaltungen

30.05.12 20:00 Uhr: Konzert mit der Sinfonietta Bulgaria

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An-Gedacht

Jahreslosung 2012

„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (2. Kor 12,9) – so lautet das biblische Wort, das Christinnen und Christen durch das Jahr 2012 begleitet.

Es ist Gottes Botschaft an den Apostel Paulus, als der ihn darum bittet, gesünder und stärker zu werden. Gott wird hier nicht zum großen Wünsche-Erfüller. Stattdessen sagt er: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Und das war bestimmt nicht die Antwort, mit der Paulus gerechnet hatte. Schließlich hatte er Großes vor. Ich könnte mir vorstellen, dass es wie Hohn in seinen Ohren geklungen hat.
Aber Gott setzt etwas Entscheidendes davor. Er sagt: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst.“ Damit meint er: Schwachheit, Krankheit, Leid, Unvollkommenheit sind kein Zeichen dafür, dass Gott uns verlassen hat. Für Gott ist auch ein Leben mit Behinderung, Krankheit, eingeschränkter Einsetzbarkeit im Sinne unserer Leistungsgesellschaft ein sinnvolles, echtes, gottgewolltes Leben.
Und von Anfang an finden sich daher auch in der Bibel Menschen, die nicht dem Bild eines Gewinners entsprechen - Mose wurde als Säugling ausgesetzt, die Propheten fühlen sich zu jung (Jeremia) oder sind extrem ängstlich (Jona) und sogar Jesus betritt nicht heldenhaft die Welt, sondern wird als Säugling in einem Stall geboren und stirbt an ein Kreuz genagelt einen bitteren Tod.
Die biblischen Geschichten führen uns Menschen vor Augen, die Schwächen haben und dennoch über sich hinaus wachsen können. Und sie zeigen uns starke Menschen, die plötzlich schwach werden. Beide Seiten gehören zum Menschen – sowohl in der Bibel als auch in der Gegenwart.
Paulus reagiert klug auf Gottes Wort. Er erkennt seine eigenen Schwächen an und erklärt: Da, wo ich stark bin, lässt Gott mich voller Vertrauen selbstständig gehen. Aber dort wo ich am schwächsten, am verwundbarsten bin, da ist Gott ganz nah bei mir. Gott hat mich so gewollt, wie ich bin, mit meinen Stärken und mit meinen Schwächen. Ich selbst vergesse das manchmal. Im Jahr 2012 wird mich die Jahreslosung daran erinnern.
Zum neuen Jahr grüßt Sie herzlich Gothart Magaard Bischofsbevollmächtigter im Sprengel Schleswig und Holstein